Leitbild der Ökumenischen Sozialstation Ulmer Alb in Dornstadt

Unser Auftrag und Bild von Menschen

Wir stehen als Ökumenische Sozialstation in einer langen Tradition kirchlicher Sorge um Menschen in geistlicher, seelischer und körperlicher Not. Christliche Gemeinden sehen dabei bis heute eine ihrer Aufgaben in der Arbeit mit kranken, alten, behinderten und alleingelassenen Menschen. Dieser Dienst geschieht in Verantwortung der katholischen Kirchengemeinde Bollingen, Dornstadt, Tomerdingen und Westerstetten, der evangelischen Kirchengemeinden Dornstadt, Scharenstetten und Temmenhausen sowie den Gemeinden Lonsee und Amstetten.

Weiterer Gesellschafter ist die Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung.

Wir sehen jeden Menschen als einmaliges Geschöpf Gottes. Deshalb bieten wir allen unsere Dienste an, unabhängig von Herkunft, Rasse, Glaube oder gesellschaftlichem Ansehen.

Wir sehen jeden Menschen als Einzenen ebenso wie als Teil einer Gemeinschaft, wie z.B. Familie, Freundeskreis, Gemeinde.

Unser diakonisches Handeln, das aus diesem Geist erwächst, setzt den herkömmlichen Formen von Macht und Abhängigkeit anderes gegenüber: Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Achtung, Mitgefühl, Solidarität, Ermutigung, Verantwortung, Verlässlichkeit.

 

I Grundhaltung

Wir betrachten den Menschen als individuelle, eigenständige und soweit möglich für sich selbst verantwortliche Persönlichkeit.

Wir achten den Menschen mit seiner Lebensgeschichte, respektieren seine Freiheit und fördern seine Eigenständigkeit.

Wir respektieren sein Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit und sind offen für seine physischen, psychosozialen und religiösen Bedürfnisse.

Wir achten den Willen und die Würde menschlichen Lebens und setzten uns dafür ein.

In Menschen an Grenzen und in Grenzsituationen begegnen wir unseren eigenen Grenzen. Wir wollen sie auf dem Weg des Gesundwerdens, in der Suche nach neuen Wegen mit der Krankheit zu leben, bis hin zu einem würdigen Sterben, unterstützend begleiten.

 

II Auftrag

Wir arbeiten unter den gegebenen Rahmenbedingungen fachlich qualifiziert und orientieren uns dabei an den vorgegebenen Standards.

Wir beziehen den/die Betreute/n und sein Umfeld in die Pflege und Betreuung mit ein. Wir berücksichtigen die dort vorhandenen Ressourcen und erarbeiten zusammen mit allen Beteiligten Ziele und Maßnahmen und dokumentieren die erbrachten Leistungen.

Wir unterstützen Familienangehörige und andere Bezugspersonen und geben Hilfestellung im Umgang und in der Sorge um dem Hilfebedürftigen zu seinem Wohl.

Wir bieten unsere Hilfe in sinnvollem, erfüllbarem und zeitlich möglichen Rahmen an. Wenn Situationen unsere Möglichkeiten überschreiten, helfen wir geeignete Lösungen zu finden.

Als wichtiger pastoraler Dienst sind wir Teil des diakonischen Handelns der Kirchengemeinden. Auf Wunsch vermitteln wir zu anderen pastoralen Diensten.

 

III Zusammenarbeit mit anderen Diensten

Wir pflegen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Trägern sozialer Einrichtungen. Wir beteiligen uns somit am Ausbau und an der Weiterentwicklung eines differenzierten ambulanten sozialpflegerischen Hilfesytems.

 

IV Organisation

Wir stellen uns dem Wettbewerb und sichern die Ziele unserer Arbeit mit wirtschaftlichen Mitteln. Wir organisieren unseren Dienst nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten wie:

auf Bedarf und Nachfrage flexibel reagieren
mit vorhandenen Mitteln effektiv (sach- und fachgerecht) umgeben
gute Organisation (durch Arbeitsabläufe, klare Kommunikationswege etc.)

 

Darüber hinaus fühlen wir uns verpflichetet, insbesondere für die sozial Benachteiligten, nach Hilfsmöglichkeiten zu suchen. Für diesen Zweck und für andere seelsorgerliche Dienstleistung wollen wir unsere kirchlichen und Eigenmittel bewusst einsetzen.

 

V Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Wir praktizieren einen transparenten und kooperativen Führungsstil, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort einbezieht, wo sie betroffen sind. Der konstruktive Umgang mit Konflikten ist eine wichtige Leitungsaufgabe.

In fachlicher Kooperation und der Solidarität untereinander und dem Träger gegenüber arbeiten wir vertrauensvoll zusammen.

Wir wollen unsere Mitarbeiter/-innen in ihrer Arbeit unterstützen und stärken, z.B. durch Maßnahmen und Angebote wie:

Austausch im Rahmen von regelmäßigen Dienstbesprechungen
Einzelgespräche
Supervisionen
Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
Besinnungstage
Leistungsgerechte Bezahlung

Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie den kirchlichen Auftrag mittragen und sich mit den Leitlinien auseinandersetzen.
 

VI Öffentlichkeitsarbeit

Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit stellen wir unsere Angebote dar, schaffen Vertrauen in unserer Einrichtung, machen sie transparent und informieren über Veränderungen und Weiterentwicklungen unserer Arbeit.

 

VII Schlussbemerkung

Diese Grundsätze und Leitlinien in gegenseitiger Abstimmung zu konkretisierten und umzusetzen, sehen wir als eine dauerhafte gemeinsame Aufgabe an.

Dornstadt, den 20.05.2014       Peter Wittmann   (Geschäftsführer)

 
├ľkumenische Sozialstation Ulmer Alb

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Fax: 07348 98 99 617

Ihr Ansprechpartner in Amstetten

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73340 Amstetten
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Fax: 07331 71 59 713